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Artikel: Erntedank-Gottesdienst: 15 kreative Ideen für Gemeinde, Kinder & Familien

Erntedank-Gottesdienst: 15 kreative Ideen für Gemeinde, Kinder & Familien
Erntedank

Erntedank-Gottesdienst: 15 kreative Ideen für Gemeinde, Kinder & Familien

Ein Erntedank-Gottesdienst darf mehr sein als ein schön geschmückter Altar mit Kürbissen, Äpfeln und Getreide. Erntedank bietet die Gelegenheit, Dankbarkeit ganz praktisch erlebbar zu machen: mit kleinen Aktionen, persönlichen Momenten, Symbolen zum Anfassen und Ideen, bei denen die ganze Gemeinde mitmachen kann.

Dabei muss nicht jede Idee aufwendig sein. Oft reicht schon ein einfacher Impuls, der Menschen dazu bringt, kurz innezuhalten: Wofür bin ich eigentlich dankbar? Was wurde mir geschenkt? Und wie kann aus meinem Dank etwas werden, das ich mit anderen teile?

Hier findest du 15 kreative Ideen für euren Erntedank-Gottesdienst – für klassische Gemeindegottesdienste genauso wie für Familiengottesdienste, Kindergottesdienste und moderne Gottesdienstformate.

1. Eine Dank-Wand: „Wofür bist du dankbar?“

Eine der einfachsten Ideen für Erntedank ist gleichzeitig eine der persönlichsten.

Bereitet im Eingangsbereich, im Kirchraum oder neben dem Altar eine große Fläche vor. Das kann eine Pinnwand, eine gespannte Schnur, ein Ast in einer Vase oder einfach eine freie Wandfläche sein.

Daneben liegen kleine Karten und Stifte mit der Einladung:

„Wofür bist du heute dankbar?“

Die Besucherinnen und Besucher können bereits vor dem Gottesdienst oder während einer Aktionsphase ihre Antwort aufschreiben und sichtbar aufhängen.

So entsteht im Laufe des Gottesdienstes eine ganz persönliche Sammlung aus großen und kleinen Gründen zur Dankbarkeit:

  • Familie

  • Freundschaft

  • Gesundheit

  • ein Neuanfang

  • Essen

  • Frieden

  • ein bestimmter Mensch

  • Natur

  • Bewahrung

  • eine beantwortete Bitte

  • ein schöner Moment

Besonders schön ist es, einige der Karten später anonym im Gottesdienst vorzulesen.

Passendes Material: Das Motiv Wofür bist du dankbar? eignet sich als Postkarte, Poster oder sichtbarer Mittelpunkt der Dank-Station.

2. Den Erntedank-Altar gemeinsam entstehen lassen

Statt den Erntedank-Altar bereits vollständig dekoriert zu präsentieren, kann er während des Gottesdienstes entstehen.

Zu Beginn steht beispielsweise nur ein leerer Tisch oder eine schlichte Kiste im Altarraum.

Nach und nach bringen Menschen verschiedene Dinge nach vorne:

  • Brot

  • Äpfel

  • Trauben

  • Getreide

  • Blumen

  • Kartoffeln

  • Kürbis

  • Wasser

  • Erde

  • weitere Lebensmittel

Zu jedem Gegenstand kann ein kurzer Gedanke gesprochen werden.

Beim Brot etwa:

Wir danken für alles, was uns täglich satt macht.

Beim Wasser:

Wir danken für etwas, das für uns selbstverständlich wirkt und für viele Menschen kostbar ist.

Bei der Erde:

Wir danken für alles, was wachsen kann – und erinnern uns daran, dass die Schöpfung unseren Schutz braucht.

Gerade in einem Familiengottesdienst können Kinder die einzelnen Dinge nach vorne tragen.

So wird aus der klassischen Erntedank-Dekoration eine Handlung, an der die Gemeinde beteiligt ist.

3. Brot teilen – Erntedank ganz einfach erfahrbar machen

Brot gehört zu den stärksten Bildern rund um Erntedank.

Stellt einen großen Brotlaib in die Mitte und verbindet ihn mit der Frage:

Was brauchen wir wirklich zum Leben?

Dabei kann es nicht nur um Lebensmittel gehen. Menschen brauchen ebenso Gemeinschaft, Liebe, Hoffnung, Sicherheit, Vertrauen und jemanden, der ihnen zuhört.

Je nach Gottesdienstform kann das Brot anschließend miteinander geteilt werden.

Alternativ können kleine Brötchen oder abgepackte Brotstücke am Ausgang verteilt werden.

Ein kleiner Satz dazu genügt:

Dank wächst, wenn wir teilen.

Damit bekommt die Erntedankbotschaft eine konkrete Richtung: Dankbarkeit bleibt nicht bei uns selbst stehen.

4. Dankkarten zum Mitnehmen und Weitergeben

Erntedank muss nicht mit dem Schlusssegen enden.

Legt am Ausgang kleine Karten aus und gebt den Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern eine einfache Aufgabe mit:

Nimm eine Karte mit und schenke sie in dieser Woche einem Menschen, für den du dankbar bist.

Das kann die Kollegin sein, die immer hilft. Der Nachbar. Eine Freundin. Die Großeltern. Ein Mensch aus der Gemeinde. Oder jemand, dem schon lange einmal Danke gesagt werden sollte.

So wird aus einem Gottesdienstimpuls eine konkrete Aktion für die kommende Woche.

Passendes Material: Erntedank-Postkarten und kleine Dankkarten lassen sich hierfür direkt am Ausgang auslegen oder bereits auf den Sitzplätzen verteilen.

5. Eine Gebetsstation zum Thema Schöpfung

Erntedank und Schöpfungsverantwortung gehören eng zusammen.

Daraus lässt sich eine ruhige Gebetsstation gestalten.

Legt beispielsweise drei verschiedene Symbole aus:

Erde
Wofür in der Schöpfung möchtest du Danke sagen?

Stein
Was belastet dich, wenn du an unsere Welt denkst?

Samen oder Pflanze
Wo möchtest du selbst dazu beitragen, dass etwas Gutes wächst?

Daneben kann eine Schale stehen, in die kurze Gebete oder Gedanken gelegt werden.

Eine solche Station funktioniert sowohl während des Gottesdienstes als auch anschließend im Kirchenraum.

Passendes Material: Das Motiv Erntedankgebet – Schöpfung achten und gerecht teilen kann die Station thematisch rahmen.

6. Lebensmittel retten statt nur Lebensmittel dekorieren

Ein moderner Erntedank-Gottesdienst darf auch die Frage stellen:

Wie gehen wir mit dem um, wofür wir danken?

Dazu passt das Thema Lebensmittelverschwendung.

Legt krumme Möhren, Äpfel mit kleinen Stellen oder anderes Gemüse aus, das optisch nicht perfekt ist. Fragt die Gemeinde:

Warum halten wir das eine Lebensmittel für schön und das andere für minderwertig, obwohl beides wertvoll ist?

Von hier aus lässt sich der Bogen schlagen zu:

  • Lebensmittelverschwendung

  • bewusster Konsum

  • Wertschätzung von Nahrung

  • Teilen

  • Tafeln und soziale Projekte

  • Umgang mit Ressourcen

Besonders mit Kindern kann daraus eine spielerische Aktion rund um „Retter-Gemüse“ entstehen.

Am Ende steht eine einfache Botschaft:

Dankbarkeit verändert auch unseren Umgang mit dem, was wir haben.

7. Die „Früchte des Geistes“ als Erntedank-Aktion

Erntedank muss sich nicht ausschließlich um Äpfel, Getreide und Kürbisse drehen.

Auch die sogenannten Früchte des Geistes aus Galater 5 bieten einen schönen Zugang.

Begriffe wie

  • Liebe

  • Freude

  • Frieden

  • Geduld

  • Freundlichkeit

  • Güte

  • Treue

  • Sanftmut

  • Selbstbeherrschung

können auf einzelne Karten geschrieben oder an verschiedenen Stellen im Raum verteilt werden.

Die Frage dazu:

Welche dieser Früchte wünschst du dir gerade für dein eigenes Leben oder für unsere Gemeinde?

Menschen können sich zu einem Begriff stellen, eine Karte mitnehmen oder ein kleines Gebet dazu formulieren.

Für Kinder kann jede „Frucht“ zusätzlich mit einer echten Frucht verbunden werden.

Passendes Material: Der Heilige Fruchtmix eignet sich wunderbar, um dieses Thema humorvoll und modern sichtbar zu machen.

8. Erntedank mit dem Thema Gerechtigkeit verbinden

Dass unsere Supermarktregale voll sind, ist nicht selbstverständlich.

Deshalb bietet Erntedank auch Raum für die Frage:

Was bedeutet Dankbarkeit in einer Welt, in der Lebensmittel und Ressourcen sehr ungleich verteilt sind?

Daraus kann eine kurze Aktion entstehen.

Auf einer Seite des Altarraums steht ein voller Korb. Auf der anderen Seite steht eine fast leere Schale.

Die beiden Bilder dürfen zunächst einfach wirken.

Anschließend kann gefragt werden:

Was bedeutet es, dankbar zu sein, wenn ich mehr habe, als ich brauche?

Eine mögliche Antwort lautet:

Dankbarkeit führt zum Teilen.

Damit lässt sich auch sehr natürlich zu einer Erntedank-Spendenaktion, einem lokalen Hilfsprojekt, Brot für die Welt, der Tafel oder einem anderen sozialen Projekt überleiten.

9. Erntedank mit Kindern: Die Fühlkiste

Für Kinder darf Erntedank buchstäblich begreifbar werden.

Bereitet mehrere Stoffbeutel oder Boxen vor, in denen unterschiedliche Lebensmittel versteckt sind:

  • Apfel

  • Kartoffel

  • Maiskolben

  • Walnüsse

  • Kürbis

  • Karotte

  • Getreideähren

Die Kinder dürfen ertasten, was sich darin befindet.

Danach wird gemeinsam überlegt:

Wo wächst das eigentlich?

Wie lange dauert es?

Wer arbeitet daran, bis es bei uns auf dem Tisch liegt?

Plötzlich steckt hinter einer einfachen Kartoffel eine ganze Geschichte.

Vom Boden über das Wetter und die Landwirtschaft bis hin zu Transport, Verkauf und Zubereitung.

So entsteht ganz automatisch der Gedanke:

Vieles, das für uns selbstverständlich aussieht, ist eigentlich ein Geschenk.

10. Einen Dankbaum gestalten

Eine schöne Alternative zur Dank-Wand ist ein Dankbaum.

Dafür eignet sich ein großer Ast in einem stabilen Gefäß oder ein stilisierter Baum aus Holz oder Pappe.

Bereitet kleine Papierblätter vor.

Auf jedes Blatt wird etwas geschrieben, für das jemand dankbar ist.

Anschließend werden die Blätter am Baum befestigt.

Aus einem zunächst kahlen Ast entsteht während des Gottesdienstes ein voller Baum.

Das Bild erklärt sich praktisch von selbst:

Dankbarkeit lässt etwas wachsen.

Der Dankbaum kann anschließend noch mehrere Wochen im Gemeindehaus oder in der Kirche stehen bleiben.

11. Fürbitten mit Symbolen statt nur gesprochenen Worten

Auch die Fürbitten können an Erntedank anders gestaltet werden.

Vier Personen bringen nacheinander Symbole nach vorne.

Eine Schale mit Erde

Für unsere Schöpfung und für alle Menschen, die unter den Folgen von Umweltzerstörung und Klimaveränderungen leiden.

Ein Brot

Für alle Menschen, die nicht genug zum Leben haben.

Eine Kerze

Für Menschen, die gerade Hoffnung brauchen.

Ein leerer Teller

Für Menschen, deren Mangel wir oft nicht sehen.

Nach jeder Fürbitte kann ein gemeinsamer Antwortsatz gesprochen werden, beispielsweise:

Gott, lass aus unserem Dank Verantwortung wachsen.

So bekommen die Fürbitten eine sichtbare Ebene und bleiben stärker im Gedächtnis.

12. Kleine Erntedank-Mitgebsel vorbereiten

Menschen nehmen gerne etwas aus einem Gottesdienst mit.

Das muss kein großes Geschenk sein.

Möglich sind beispielsweise:

  • eine Dankkarte

  • eine kleine Tüte mit Blumensamen

  • ein Apfel

  • eine Postkarte

  • eine kleine Karte mit einem Gebet

  • ein Bibelvers

  • ein kleines Stück Brot

  • eine Karte mit einer Wochenaufgabe

Darauf könnte beispielsweise stehen:

Diese Woche: Sag einem Menschen ganz bewusst Danke.

Oder:

Entdecke jeden Tag eine Sache, die du sonst für selbstverständlich hältst.

Solche kleinen Erinnerungen verlängern den Gottesdienst in den Alltag hinein.

Passendes Material: Kleine Erntedank-Postkarten oder MiniCards eignen sich besonders gut als Mitgebsel.

13. Den Erntedank-Altar modern gestalten

Erntedank muss optisch nicht automatisch bedeuten:

Strohballen, orangefarbene Tischdecke und möglichst viele Kürbisse.

Auch eine reduzierte Gestaltung kann sehr stark wirken.

Eine moderne Variante könnte beispielsweise aus wenigen Elementen bestehen:

  • Brot

  • Wasser

  • Erde

  • eine Pflanze

  • drei oder vier ausgewählte Früchte

  • Kerzen

  • ein großes Erntedank-Motiv oder Poster

Statt möglichst viel Dekoration aufzubauen, bekommt jedes Symbol bewusst Raum.

Eine weitere Möglichkeit ist eine klare Farbwelt mit Naturtönen und einzelnen grafischen Elementen.

Gerade für moderne Gemeinden, Jugendkirchen oder Gottesdienste in schlichten Räumen kann das eine schöne Alternative zur klassischen Erntedank-Dekoration sein.

Passendes Material: Poster wie Danke Ernte können als zentraler Blickfang eingesetzt werden.

14. Menschen schon vor dem Gottesdienst beteiligen

Eine Erntedank-Aktion kann bereits einige Tage vor dem Gottesdienst beginnen.

Kommuniziert über Gemeindebrief, Newsletter, Website oder Social Media:

Bringt am Sonntag einen Gegenstand mit, für den ihr dankbar seid.

Das muss kein Lebensmittel sein.

Vielleicht bringt jemand

  • ein Foto seiner Familie

  • einen Fußball

  • ein Buch

  • einen Wanderschuh

  • ein Kinderbild

  • ein Musikinstrument

  • einen Gegenstand aus dem Beruf

  • einen Brief

mit.

Einige Menschen können im Gottesdienst kurz erzählen, warum sie genau diesen Gegenstand ausgewählt haben.

Dadurch wird Erntedank plötzlich sehr persönlich.

Denn wir danken nicht nur für „die Ernte“.

Wir danken für unser Leben.

15. Erntedank mit einer einfachen Wochen-Challenge beenden

Am Ende des Gottesdienstes könnt ihr die Gemeinde mit einer kleinen Herausforderung in die kommende Woche schicken.

Zum Beispiel:

Die 7-Tage-Dankbarkeits-Challenge

Tag 1: Danke einem Menschen.

Tag 2: Nimm etwas bewusst wahr, das du sonst für selbstverständlich hältst.

Tag 3: Teile etwas.

Tag 4: Verbrauche ein Lebensmittel, bevor du etwas Neues kaufst.

Tag 5: Schreib drei Dinge auf, für die du dankbar bist.

Tag 6: Tu jemandem etwas Gutes, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Tag 7: Schau zurück: Was hat sich verändert?

Die Challenge kann auf einer Karte gedruckt oder als einfacher Impuls mitgegeben werden.

So endet Erntedank nicht an der Kirchentür.

Beispiel für einen kreativen Erntedank-Gottesdienst

Du möchtest mehrere der Ideen miteinander verbinden?

Dann könnte ein Erntedank-Gottesdienst beispielsweise so aussehen:

Ankommen

Am Eingang erhalten alle Besucherinnen und Besucher eine kleine Karte mit der Frage:

Wofür bist du heute dankbar?

Die Antwort kann später an einer Dank-Wand befestigt werden.

Begrüßung

Kurzer Einstieg zum Thema:

Vieles in unserem Leben nehmen wir erst wahr, wenn es plötzlich fehlt. Erntedank lädt uns dazu ein, hinzusehen, bevor etwas fehlt.

Lied

Ein passendes Dank- oder Schöpfungslied.

Aktion mit Kindern

Kinder bringen nacheinander Brot, Wasser, Erde, Obst und Blumen zum zunächst leeren Erntedank-Altar.

Biblischer Impuls

Passende Bibelstellen können beispielsweise sein:

  • Psalm 104

  • Psalm 145

  • Psalm 147

  • 1.Mose 8,22

  • Matthäus 6,25–34

  • Lukas 12,13–21

  • 2.Korinther 9,6–11

  • Galater 5,22–23

Predigt oder kurzer Impuls

Thema:

Dankbarkeit verändert unseren Blick – und unser Handeln.

Dabei kann es um drei Gedanken gehen:

  1. Wahrnehmen, was mir geschenkt ist.

  2. Wertschätzen, was ich habe.

  3. Teilen, was ich geben kann.

Beteiligungsphase

Die Gemeinde befestigt ihre Dankkarten an der Dank-Wand oder am Dankbaum.

Fürbitten

Vier Symbole werden nach vorne gebracht: Erde, Brot, Kerze und leerer Teller.

Teilen

Brot wird miteinander geteilt oder kleine Brote werden am Ausgang mitgegeben.

Segen

Der Gottesdienst endet mit einem Segen und der Einladung, Dankbarkeit mit in die kommende Woche zu nehmen.

Welches Thema eignet sich für einen Erntedank-Gottesdienst?

Erntedank kann jedes Jahr einen etwas anderen Schwerpunkt bekommen.

Mögliche Themen sind:

  • Wofür bist du dankbar?

  • Dankbar leben

  • Genug für alle

  • Dankbarkeit und Teilen

  • Unsere Schöpfung bewahren

  • Was wirklich satt macht

  • Vom Säen und Ernten

  • Nichts ist selbstverständlich

  • Früchte, die in uns wachsen

  • Vom Geschenk zur Verantwortung

  • Gutes wachsen lassen

  • Schöpfung achten und gerecht teilen

Ein klares Thema hilft besonders bei der Planung. Dekoration, Predigt, Lieder, Aktionen und Materialien können anschließend darauf abgestimmt werden.

Erntedank-Gottesdienst mit Kindern gestalten

Bei einem Erntedank-Gottesdienst mit Kindern gilt vor allem:

Nicht nur erklären – erleben lassen.

Kinder müssen nicht 20 Minuten zuhören, warum Getreide wichtig ist. Sie können es anfassen.

Sie müssen nicht nur hören, dass Teilen gut ist. Sie können Brot teilen.

Sie müssen nicht abstrakt über Dankbarkeit sprechen. Sie können etwas malen, aufschreiben oder nach vorne bringen.

Besonders gut funktionieren:

  • Gegenstände ertasten

  • Früchte zuordnen

  • einen Erntedank-Altar gemeinsam aufbauen

  • Dankkarten bemalen

  • einen Dankbaum gestalten

  • Brot teilen

  • Bewegungen zu Liedern

  • Gegenstände nach vorne bringen

  • Samen als Erinnerung mitgeben

Wenn Kinder aktiv beteiligt sind, profitieren meistens auch die Erwachsenen davon.

Was gehört auf einen Erntedank-Altar?

Traditionell werden auf einem Erntedank-Altar Lebensmittel und Erzeugnisse aus der Landwirtschaft gesammelt.

Zum Beispiel:

  • Brot

  • Getreide

  • Äpfel

  • Birnen

  • Trauben

  • Kartoffeln

  • Kürbisse

  • Mais

  • Nüsse

  • Gemüse

  • Blumen

Ihr könnt diese Tradition aber bewusst erweitern.

Erntedank kann auch für Dinge stehen, die sich nicht ernten lassen:

Gemeinschaft. Freundschaft. Frieden. Bildung. Gesundheit. Zeit. Glaube. Hoffnung.

Ein moderner Erntedank-Altar darf deshalb klassische Erntegaben mit Symbolen aus dem heutigen Leben verbinden.

Erntedank modern feiern

Erntedank ist keineswegs nur ein traditionelles Fest für ländliche Gemeinden.

Die zentralen Fragen sind erstaunlich aktuell:

Was brauche ich wirklich?

Was nehme ich für selbstverständlich?

Wie gehe ich mit Lebensmitteln und Ressourcen um?

Was bedeutet genug?

Was kann ich teilen?

Wie gehen wir mit unserer Schöpfung um?

Ein moderner Erntedank-Gottesdienst muss deshalb nicht versuchen, möglichst traditionell auszusehen.

Er darf aktuelle Fragen aufgreifen, Menschen beteiligen und auch unangenehme Themen wie Überfluss, Lebensmittelverschwendung oder globale Ungerechtigkeit ansprechen.

Entscheidend ist nicht die Anzahl der Kürbisse vor dem Altar.

Entscheidend ist, ob Menschen neu wahrnehmen, wie viel ihnen geschenkt ist – und was daraus entstehen kann.

Materialien für euren Erntedank-Gottesdienst

Wenn ihr euren Gottesdienst auch visuell gestalten möchtet, findet ihr in unserer Erntedank-Kollektion verschiedene Motive und Materialien rund um Dankbarkeit, Schöpfung und Ernte.

Dazu gehören unter anderem:

  • Erntedank-Postkarten

  • Poster

  • MiniCards

  • Sticker

  • Leinwände

  • Motive rund um Dankbarkeit

  • Materialien zum Thema Schöpfung

  • moderne christliche Erntedank-Motive

Viele davon lassen sich nicht nur als Dekoration verwenden, sondern direkt in Aktionen integrieren – beispielsweise als Mittelpunkt einer Dank-Station, als Mitgebsel am Ausgang oder als Impuls für eine Gebetsecke.

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Häufige Fragen zum Erntedank-Gottesdienst

Wie kann man einen Erntedank-Gottesdienst kreativ gestalten?

Besonders lebendig wird ein Erntedank-Gottesdienst, wenn Besucherinnen und Besucher selbst beteiligt werden. Dank-Wände, Dankbäume, Gebetsstationen, gemeinsames Brotteilen, Symbolhandlungen oder kleine Mitgebsel machen das Thema Dankbarkeit konkret und erfahrbar.

Welche Ideen eignen sich für einen Erntedank-Gottesdienst mit Kindern?

Mit Kindern funktionieren vor allem Aktionen zum Anfassen und Mitmachen. Sie können Obst und Gemüse ertasten, den Erntedank-Altar gemeinsam aufbauen, Dankkarten gestalten, Brot teilen oder Blätter für einen Dankbaum beschriften.

Welche Bibelstellen passen zu Erntedank?

Passende Bibeltexte finden sich unter anderem in Psalm 104, Psalm 145 und Psalm 147. Auch 1. Mose 8,22, Matthäus 6,25–34, 2. Korinther 9,6–11 oder Galater 5,22–23 können je nach Schwerpunkt gut zu einem Erntedank-Gottesdienst passen.

Was kann man an Erntedank verteilen?

Als kleine Erinnerung eignen sich Dankkarten, Postkarten, Samen, Äpfel, kleine Brote, Segenskarten oder Karten mit einer Dankbarkeits-Challenge für die kommende Woche.

Wie lässt sich Erntedank modern gestalten?

Ein moderner Erntedank-Gottesdienst kann Themen wie Lebensmittelverschwendung, Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit und bewussten Konsum aufgreifen. Auch bei der Gestaltung muss es nicht klassisch sein: Wenige starke Symbole, moderne Poster und interaktive Stationen können wirkungsvoller sein als eine aufwendige Dekoration.

Dankbarkeit, die über den Gottesdienst hinausgeht

Vielleicht ist das die schönste Idee hinter Erntedank:

Für einen Moment bewusst wahrzunehmen, was längst selbstverständlich geworden ist.

Das Brot auf dem Tisch. Wasser aus dem Hahn. Menschen, die uns begleiten. Eine Natur, die wachsen lässt. Fähigkeiten, die uns gegeben wurden. Momente, die wir nicht planen konnten.

Doch Erntedank bleibt nicht beim Danke stehen.

Aus Dankbarkeit kann Wertschätzung werden.

Aus Wertschätzung Verantwortung.

Und aus Verantwortung die Bereitschaft, etwas weiterzugeben.

Vielleicht braucht ein guter Erntedank-Gottesdienst deshalb gar kein außergewöhnliches Programm.

Vielleicht braucht er vor allem einen Moment, in dem Menschen neu entdecken:

Es gibt mehr, wofür ich dankbar sein kann, als ich im Alltag wahrnehme.

Und genau daraus kann etwas wachsen.

Entdecke unsere Erntedank-Motive, Postkarten, Poster und Materialien für Gemeinden und Gottesdienste.

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